Donnerstag, 30. November 2006

Heimkommen und 10 Minuten später eine heiße Suppe, dazu braucht es keine „heiße Tasse“ komische Terrine und auch keine Dose. Ein bisschen Gemüse, Brühe aus der Tiefkühltruhe und mein Thermomix. Die Brühe kurz in der Microwelle aufgetaut, die Karotten im Thermoix zerkleinert, Tomatenviertel dazu und dann bei 90 Grad die Brühe dazugegeben und arbeiten lassen. Kurz vor Schluss noch den Rest Blumenkohl vom Vortag dazu, einen bisschen Pfeffer und Salz und dann noch mal aufschlagen. In Teller kamen noch kleine Sülzestücke als Einlage und fertig war die einfache schnelle Suppe!

Übrigens geht das auch im Topf mit einem Pürierstab, aber dann geht es nicht wie von alleine...
Mittwoch, 29. November 2006
Stimmt wirklich, trotzdem mache ich den öfter. Hört sich irgendwie Chizzo an, aber die Geschichte ist ganz einfach. Blumenkohl als Kind war der Horror. Unsere Zugehfrau, ja sowas hatten wir, verkochte den immer bah und später im Internat (ja ich habe eine wohlgeformte Erziehung) war das Thema Blumenkohl auch ned besser. Wässrig, kohlig und verkocht. Erst als ich mich mal überwunden habe und aufgrund eines Spontankaufs auf dem Markt mikr nix anderes übrig blieb, habe ich mich mal daran gewagt. Und es ist ganz einfach: Ein Schuss Essig ins Wasser und nicht verkochen! Dann schmeckt Blumenkohl lecker.
Nun Aber zurück zum gestrigen Abend: Das einzige Problem, des kochens eines Berufstätigen ist, dass mann mit dem Einkauf planen muss. Leider fehlt mir oft die Zeit, mal eben was zu besorgen. Also wird in der Regel Samstags für die Woche eingekauft und auch einiges an "mehr" gekocht und eingefroren. Das bedeutet die Vielfalt liegt in der Variation. Sicher werden einige sich schon gewundert haben, dass es mal 2 mal das gleiche Fleisch gibt. Ganz einfach, ich kaufe auf Vorrat und das gleiche muss nicht dasselbe sein.
 So auch gestern abend, es gab nochmal Rindersteak aus der Hüfte, jedoch anders. Kurz anbraten, beidseitig natürlich und dann würzen, Schuss
Wasser dazu, Camembert auf das Fleisch und Deckel auf die Pfanne. Wenn der Käse zerlaufen ist, nochmal Wasser nachgiessen und die Käsesauce eindicken. Dazu den oben beschriebenen Blumenkohl. Passt prima und ist leicht. Übrigens ich halt nix von Fettarm-wahn, das ist sich selbst in die Tasche gelogen. Zu Fett ist eine Frage von zuwenig Bewegung und zuviel falsch essen. Oder Krankheitsbedingt. Wer meint mit "DU Sollst", 0%-Fett und ähnlichem Quatsch seine Linie zu halten, bringt sich nur um den guten Geschmack.
Dienstag, 28. November 2006
Nachdem der halbe Tag für die Beschaffung eines neuen Rechners drauf ging, nebst Umbau der Platte des Alten (brauch ja die Daten). Dann noch mal 3 Stunden dem Mac zuschauen wie dieser brav den User rüber migriert, ist es geschafft! Ich bin wieder arbeitsfähig. Nun weiss ich warum wir die Computer haben, als Beschäftigungsprogramm.
Demzufolge wurde es sehr spät und das hieß entweder Nachtkochen, kalte Küche oder mit knurrendem Magen ins Bett. Ich habe mich für was Warmes entschieden, draußen ist es kalt genug! Doch nicht mit bösen Kohlenhydraten sondern schnell, leicht und lecker.

Schnell gebratene dünne Rindscheiben aus der Hüfe mit Muscheln aus der Dose (ja aus der Dose) mit Karottenschnipsel und ein Frisee mit Senf-Vinaigrette. (<- war irgendwo falsch geschrieben, nun steh ich mit der Schreibweise in Google auf Platz 1. Hoffe Pisa hält was es verspricht)

Die Karotten in Streifen schneiden, zusammenlegen und dann in 3 mm Stücke schneiden. Ab damit ins kalte Salzwasser und aufkochen. Die dürfen nun vor sich hin kochen. Derweil das Fleisch von einer Seite 1 Minute heiß anbraten, dann wenden und Kapern beigeben. Ok, wäre nix für Mario, doch der bekommt heute bestimmt bei Muttern. Nun die Muscheln zugeben und das Fleisch aus der Pfanne nehmen. Ruhen lassen während die Sauce gleich fertig gemacht wird. Die Karotten sind wie sie sein sollen, bissfest. Also absieben und in ein bisschen Butter mit Zucker schwenken, nachwürzen und warm stellen. Zurück an die Pfanne: kurz mit einem Schuß Vecchia Romana ablöschen, 0,2 l Sahne beigeben und ganz kurz aufkochen, umrühren, Fleisch wieder hinein legen und ziehen lassen. Je nach Laune, ob es denn rare, medium oder well done sein soll ist es dann fertig.
Ach die Senf-Vinaigrette: Olivenöl, Tomatenbalsamico, 1/2 Löffel Dijon-Senf, Tabasco, Sahne – schütteln und fertig. Bei bestimmten Salaten, wie Frisee, Romano, Endivien sollte die Vinaigrette mit dem Salat ziehen! Gilt auch bei Chicoree, Gurken und bei Kartoffelsalat sowieso.
Dienstag, 28. November 2006

Nach meiner Kuchen-Arie hatte ich Hunger und im Kühlschrank lockte ein Zander, nebst einem Angelfisch für den Fond. Richtig, wenn Fond gekocht wird, dann gleich mehr. Mann ist ja faul.
Erst mal den Fond aufsetzen: Das Fischstück in Butter anbraten, Porree und Zwiebeln dazu, Curryblätter und Knoblauch, Chili, Salz und Pfeffer und mit 0,5l ablöschen. Etwa auch die Hälfte reduzieren und neben her den Frisee-Salat schnibbeln. Nun noch mal 1l Wasser an gießen und schön weiterkochen lassen. Ich schneid noch zwei halblebige Tomaten rein. Kochen lassen und derweil das Zanderfilet mehlen. Würzen nicht vergessen.
 Pfanne erhitzen. Den Zander auf der Hautseite etwa 3 Minuten anbraten, wenden den Rest Porree mit in die Pfanne. Nun den Fond absieben und etwa 0,2 l zum Fisch in die Pfanne geben. Noch ein bisschen Pfeffer und mit Sahne einkochen. Salat und Fisch mit gelblicher Sauce sind fertig und der Fond für ein weiteres Fischmahl auch.
Dienstag, 28. November 2006

Nachdem ich ja nun nach meinem Rechner abgestürzt bin, musste ich erst mal ein Schläfchen machen. Der Wochenendplan war eh für die Katz und mit Arbeiten (ursprünglicher Plan) auch nix. Also wurde kurzerhand der Sonntag zum Samstagsplan gemacht und Küche angeworfen. Backen wollte ich, Schokolade gießen und kochen. Ok, ob dem Teig und dessen ausgestalteter Menge (dank Thermomurx) wurde es denn 3 Kuchen und die Schokolade viel aus. Kuchenvariationen: Zimtiger Mürbeteig mit Mandeln 1. mit Johannisbeer-Marmelade, 2. mit Honig-Mascarpone gefüllt und Orangenmarmelade gedeckelt und 3. ein Gefülllter mit Honig-Mascarpone... Rezept auf Anfrage und wenn das Büro überlebt hat ...
Dienstag, 28. November 2006
 Wie ja schon zu lesen war, war der Tag das Ende meines schönen Powerbook 17“. Eine Tasse Espresso richtete ihn danieder. Warum mochte der kein Espresso. Dabei wollte ich nur kurz ins Büro was abklären und den Rest des Tages backen und die Schokoladenformen ausprobieren. Ok, zum Einkaufen hab ich es geschafft, doch dann ...
Darum blieb heute die Küche kalt: erstens war ich mit Freunden zum Geburtstagsumtrunk verabredet und war eh schon wegen dem ganzen Rechnertheater zu spät dran und zweitens hatte ich null Nerv für kochen. Ich kochte schon so, vor meiner Blödheit.
Kurz und gut: es gab denn Schnittchen mit Fleischsalat von Osypka und Roastbeef mit Gurken. Danach dann flüssiges Brot satt und die Nacht war erst am Morgen am Ende. Ich auch.
Montag, 27. November 2006
Dies scheint ein Fakt zu sein und genau diesem Umstand habe ich es zu verdanken, dass ich hinterher hinke. NIcht das nun irgendjemand auf den Gedanken käme ich hätte aufgehört zu kochen. Nein, mein Rechner ist einfach platt und ich nun auch ...Also Geduld, wenn alles wieder steht, steht hier auch wieder alles was es gab...
Freitag, 24. November 2006
hatte ich heute den ganzen Tag. Nach nur 2,5 Stunden Schlaf auch kein Wunder. Ein Bett ist einfach herrlich. Doch ne stattdessen Hektik, Kundentermin und und. Zum Schluss statt zu Hause im HEIMW gelandet. ein Freund hat sich auf der Durchreise angesagt und wenn er denn schon mal im Norden ist, hat mann auch Zeit. Irgendwann müssen wir Jungs ja auch mal über die Frauen lästern und uns gegenseitig auf den aktuellen Stand von so manchem bringen. Yepp, auch Jungs reden, nicht so viel aber immerhin. Und das HEIMW ist der richtige Ort dafür. Nette Mädels zum gucken, ordentliche Küche und ein Ambiente mit dem hauch der 70er zwischen Bar, Bistro und Laufsteg. Voila heute wurde nicht gekocht. Und morgen gibt es keinen Eintrag über das was es gab. Achja, es gab Curry geschnetzteltes Huhn mit Früchten. Bewertung empfehlenswert, Clemens hatte Antipasti: korrekt. So nun hau ich ab und leg mich weg. Hab es verdient. Morgen Markt Wocheneinkauf und und und ...
Freitag, 24. November 2006
 Schneller Teller war gestern angesagt. Zum einen war es reichlich spät geworden und zum anderen musste ich noch arbeiten. Also Nachtschicht stand wohl an. Nicht toll, aber und an muss mann da durch. Um durchzukommen brauchte ich aber erst mal eines: Futter und das schnell. Basta es gab Pasta: Nudeln mit Pfifferlingen und Erbsen an Tomatenpüree. Kurz die Nudel aufsetzen, dann die Pfifferlingen in Butter schwenken und mit pürierten Tomaten ablöschen, Knoblauch, Pfeffer, Salz und ein bisschen Wasser zum einkochen angegeben. Kochen lassen.
Zum Schluss den Topf von der Platte genommen, die Erbsen darin aufgewärmt und Bergkäse drübergerieben untergerührt und ziehen lassen. Fertig wars und ich wurde satt.
Donnerstag, 23. November 2006

Leider nicht zu ignorieren, die Kalte Jahreszeit hat den Norden erreicht. Gerüchten zufolge soll es am Wochenende einen warmen Luftzug aus Spanien geben, doch der ist sicher erfroren bis dieser hier ist. Also insgesamt die richtige Jahreszeit für einen schönen Braten, Rotkohl und Kartoffeln. Da wird mir doch gleich warm ums Herz.
Den Braten habe ich aus einem Stück Oberschale vom Rind gemacht und das Rotkraut natürlich nicht aus dem Glas. Auch wenn es für viele aufwändig klingt, gerade solche Gerichte sind schnell gemacht. Der einzige Aufwand ist die Vorbereitung.
Ofen anschalten, Kartoffeln waschen und klein schneiden (ich koche meine immer mit Schale), Rotkohl in Streifen schneiden, Salbei, Lorbeer und Petersilie aus dem Garten holen und vorbereiten, Knoblauch und Zwiebeln in Stücke schneiden, Apfel schälen und würfeln Brühe auftauen und die Töpfe auf den Herd.
Für das Rotkraut schmelze ich Butter im Topf und lasse darin die Hälfte der Kartoffelwürfel schmoren. Derweil brate ich den Braten von allen Seiten in Olivenöl an.
Nun gebe ich einen Teelöffel Zucker zu den Äpfeln und lasse diesen leicht ankaramellisieren, nun kommen die Rotkohlstreifen zu den Äpfeln und lasse diese auch unter wenden in der Butter schmoren, ein kl. Löffel Balsamico daran und noch mal wenden. Das lasse ich nun ziehen und gebe in der Zwischenzeit die Zwiebeln mit zu dem Braten. So nun noch mal das Rotkraut in der Butter wenden und mit 0,2 l Rinderbrühe ablöschen, wenden und kochen lassen (Deckel drauf). An die Zwiebeln beim Braten kommen nun der Knoblauch und das Salbei. Jetzt kommen die Kartoffeln in heiße Wasser. Und der Braten wird mit 0,2 l Rinderbrühe abgelöscht. Danach setze ich den Braten mit ein bisschen Brühe in eine ofenfeste Form mit Deckel und weil ich auf Nummer Sicher gehen will stecke ich einen Bratenthermometer in das gute Stück. Ab in die Röhre bei 220 Grad.
Zu der Brühe in der Pfanne gebe ich einen Bund Thymian und ein Lorbeerblatt und die lasse ich kochen. So nun noch mal das Rotkraut wenden und auf Stufe 3, Deckel drauf weiter köcheln lassen. Die Platte von den Kartoffeln schalte ich aus. Pause! Nur mal so als Anmerkung inkl. Vorbereitungen, Zeugs abwaschen (ich spül nebenher alles was ich brauchte) und abwischen der Arbeitsflächen, habe ich bis hierhin 25 Minuten gebraucht. Also Zeit zum Klönschnack am Telefon mit ??? ....
 So es klingelte, na wer wohl, yepp el Grafico mit Hunger. Mal nach der Bratentemperatur gucken: 60 Grad, noch ein bisschen. Derzeit die Sauce fertig machen. Hab ich ganz vergessen, zu erwähnen: während der Braten im Ofen war, ist ja die Sauce weitergekocht, also reduziert worden und aufgegossen mit 0,2 l Rotwein. Diese wurde nun von mir, nach dem Ali Öger schon Platz genommen hatte und nach Essen gierte, abgesiebt. Dann zurück mit der Brühe in die Pfanne, Platte hochgestellt und 40g Butter dran. Unter Rühren einkochen und ein Schupp Sahne daran gegeben. Platte aus, Sauce darf noch nachziehen. Nun die Kartoffeln, die ich irgendwann neben Telefon und Tisch decken abgesiebt hatte, kurz in einen Topf mit Butter und darin heiß schwenken. Teller vorbereiten, den Braten auf ein Brett – Mario ist schon beim Wein und guckt ungeduldig – und Stücke schneiden. Es kann losgehen: jeder 3 Scheiben Braten, Kartoffeln und Rotkraut, Sauce dran. Es war ein Lecker.
Kleine Randbemerkung, sicher wird der ein oder andere, Salz an meinen Rezepten missen. Nein, ich salze nicht nicht, sondern Salz ist Geschmacksache. Den Braten habe ich zum Beispiel vor dem Anbraten in Fleur de sel gewälzt. Auf den ersten Blick Salz reichlich, jedoch ist Fleur de sel nicht so „salzig“. Das Rotkraut bekam ordentlich Salz in Form von grob gekörntem Meersalz. Grundsätzlich verwende ich in der Regel (außer im Kochwasser) Salz am Schluss und meine Gäste salzen eher nach. Ich persönlich mag es eher „wenig salzig“.
Und zum Schluss ein Tipp: Rotkraut eignet sich ideal um gleich eine größere Menge zu kochen. Der Rest wird abgepackt, eingefroren und ich hab mindestens einmal Arbeit gespart.
Mittwoch, 22. November 2006
 Gestern musste ich etwas kochen, was möglichst alleine fertig wird. Nein, deswegen muss mann nicht in die TK greifen und ein Packungsgericht in den Ofen schieben. Etwas Rind aus der Oberschale, Brühe und Reis geht genauso fast alleine. Ich hab 3 dünne Scheiben aus dem Stück geschnitten, kurz ein bisschen ausgeklopft mit Schinken und Gurke belegt und vorbereitet waren die Mini-Rouladen. Nun Olivenöl angebraten, Salbei dazu und mit Brühe abgelöscht. Reis aufgesetzt und alles langsam kochen lassen. Zum Schluss ein Schwupp Sahne an die reduzierte Brühe. Tomaten dazu, Pfeffern und Salzen und fertig war das Mahl. Ach ja einen Salat gab es auch noch dazu.
Wen es interessiert, wie die Küche aussieht klickt hier.
Dienstag, 21. November 2006
Nein, es fehlt kein Tag! Ich habe lediglich beschlossen heute von gestern zu schreiben. War ne blöde Idee unter dem Datum zu posten, an dem gekocht wurde. Erstens vergesse ich laufend das Datum zu ändern und zweitens kommen RSS-Feeds durcheinander. Also ab heute alles von gestern. Und gestern gab es gefüllte Hähnchenbrust.
 Das eigentliche Rezept steht ja bereits hier im Geburtagsgeschenk für Olga. Damit auch Morgen bei der Kochaktion nix schief gehen kann, habe ich das Rezept gestern gekocht. Nein, ich musste nicht ausprobieren ob es denn auch klappt. Erklär mal nem Mädel, wie sie Taschen in die Brust schneidet. Also eine Fotostrecke für die Dame. Mann tut ja was mann kann um gefällig zu sein. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch ne Variante gekocht. Die Sauce bestand aus in Butter angebratenen Pfifferlingen und Tomatenfond (siehe irgendein Eintrag vorher). Die Füllung machte ich aus Bergkäse, Tomate, Salbei, Ei und Chili. Dazu gab es Rosenkohl und rote Kartoffel „Cherie“.
Dank Marios eifrigem Fotografieren, konnte ich mich ganz auf das „aufpumpen“ der Brüstchen konzentrieren und wir hatten neben knapp 100 Bildern, einen lecker netten Abend.

Der Trick mit dem "Tasche schneiden" ist recht simpel: Das Messer, mit möglichst schmaler Klinge und scharf!, an der graden Kante der Brust einstechen und dann das Messer in der Brust drehend herausziehen. Thats it. Wichtig ist, dass das Loch nicht breiter als die Klinge ist. Dies vereinfacht das einfüllen. Wichtig beim Füllen ist es die Brust langsam aufzupumpen, sonst platzt die Brust und das ist nicht im Sinne der Erfindung.
Sonntag, 19. November 2006
 Heute wäre eigentlich ein fauler Sonntag angebracht gewesen, doch nein die Arbeit machte dies zunichte. Nach dem Tag hab ich mir einen gemütlichen Abend verdient. Dazu passt das Rumsteak, welches ich am Samstag auf dem Markt erstanden habe und der Rest vom Salat.
Das Rumsteak wird von beiden Seiten angebraten, dann kommen Oliven mit in die Pfanne und nach ein paar Minuten wird mit Vecchia Romana abgelöscht. Das Steak packe ich zum Ruhen auf ein Brett. Derweil koche ich den Sud in der Pfanne ein. Nun kommt das Steak nochmal in die Pfanne, ein bisschen Wasser dazugeben, Pfeffer und Salz und ein Löffel Honig auf das Steak. Nun kommt oben auf ein Streifen Ziegenkäse, Deckel drauf und solange ziehen lassen bis der Käse zerlaufen ist.
Samstag, 18. November 2006

Nach der Völlerei von gestern ist heute „Mädchen“-Küche angesagt. Was möchtest Du essen: „ich nehme den Salat mit Putenbrust“, die Standardantwort mancher Mädels, wenn mann diese in ein auserwähltes Restaurant ausführt. Eigentlich ist das Lokal egal, Hauptsache das Ambiente stimmt und es gibt Salat. Bei mir heute auch, doch nicht mit Brüstchen (das war gestern) sondern mit Ziegenkäse, Schinken, Honig, Oliven, Trauben und Eichblatt.
Hierzu wird ein einfacher Schinkenspeck nebeinander gelegt, darauf ein Ziegenkäse (in meinem Falle ein Röllchen) darauf kommt Honig, zusammenrollen und in eine kleine Ofenfeste Form legen. Daneben werden Oliven und Trauben gepackt und bei 120grad in den vorgeheizten Backofen. Nun noch die Vainegrette für den Salat und den Salat rupfen und waschen.
 Kleiner Tipp: für die Salatsauce nehme ich ein kleines Glas mit Deckel (Senf o.a.), darein kommen alle Zutaten, Deckel drauf und schütteln: fertig. Und das Praktische daran ist, wenn ich mal zuviel Sauce geamcht hab, pack ich das Glas für den nächsten Tag in den Kühlschrank. So nun noch kurz den Grill anschalten und dem Röllchen noch einen Schuss Hitze von Oben geben. Es kann angerichtet werden.
Freitag, 17. November 2006
Es gibt nichts zu feiern und trotzdem ein Festessen. Entenbrust mit Orangensauce „lackiert“. Komischerweise trauen sich teilweise gestandene Hausfrauen nicht an das leckere Brüstchen ran, dabei ist es das einfachste und gleichzeitig das effektvollste Gericht was mann so kochen kann. Ja, richtig gelesen „effektvoll“ vielleicht nicht wenn „Sie“ Vegetarierin ist, aber ansonsten kann mann damit schon punkten. Ich weiß nicht warum viele dies als „besonderes Essen“ bezeichnen, gemessen am Preis wohl kaum, denn wenn mann sieht was ein ordentlichen Stück Fleisch kostet muss die Entenbrust diesbezüglich nicht nachstehen. Und lecker ist es allemal.
Als aller erstes fange ich mit der Sauce an, die braucht lange und ist ein bisschen heikel. Für die Sauce brauche ich: Orangensaft (kein Nektar!!), Rohrzucker, Chili, Himbeer-Essig, Cognac. Als erstes wird der Rohrzucker (etwa 50-80g) karamellisiert. Wichtig hierbei ist es einen mittleren Topf auf kleiner Flamme zusammen mit dem Zucker zu erwärmen und nicht aus den Augen zu lassen. Der Zucker löst sich langsam, wird zähflüssig und nimmt langsam Farbe an. Achtung das mit der Farbe geht irgendwann fix und dann ist es zu spät! Am besten man stellt vorher alles andere für die Sauce bereit. Also 1 Esslöffel Himbeer-Essig in einem Schälchen, den geöffneten Orangensaft, die zerriebene Chili und 6 cl Cognac. Sobald der Zucker eine Mittelbraune Farbe hat wird zuerst mit dem Essig abgelöscht und dann direkt etwa 0,2 l Orangensaft aufgegossen. Vorsicht das kann spritzen und ist auf der Haut nicht grade angenehm, weil heiß. Nicht rühren, auch wenn es völlig verklumpt aussieht. Leicht schwenken und wieder auf der Platte köcheln lassen. Der O-Saft kocht nun langsam auf. Hier wieder aufpassen sonst kocht es über. Sobald es hoch kocht, Orangensaft nachgießen. Der Karamell löst sich nun nach und nach in dem Orangensaft auf. Jetzt wird dieser auf gut 1/3 der Menge reduziert. Nach der ersten Reduktion gebe ich den Cognac und den Chili dazu, plus eine Brise Salz. Ich reduziere nochmals auf die Hälfte weiter und gieße wieder O-Saft auf. Dies mache ich solange bis etwa 0,7 Liter Orangensaft verbraucht und auf eine Menge von einem Viertelliter reduziert sind.  In der Zwischenzeit habe ich die Entenbrust zurechtgeschnitten, also überstehendes Fett, Sehnen etc entfernt und die Pfanne heiß gestellt. Öl braucht es nicht, ich brate die Brust im eigenen Fett auf der Haut an. Hierzu lege ich die Entenbrust mit der Fettschicht nach unten in die heiße Pfanne und schalte dann auf mittlere Hitze. Auf der Seite bleibt die Brust 4 Minuten, dann wird gewendet. Während die Brust anbrät, bereite ich Alupapier vor. Stücke in der Größe um die Brust ganz darin einzuschlagen. Auf die Folie kommen Tomatenscheiben, Rosmarin, Pfeffer und Salz. Nachdem die Entenbrust auf beiden Seiten gut angebraten ist, kommt diese auf die vorbereitete Folie und wird so eingeschlagen, dass kein Saft ausfließen kann. Die verpackte Brust kommt nun bei 120 Grad in den vorgeheizten Backofen und darf nun 15-30 Minuten je nach Größe und Garzustand fertig garen. Das Schöne ist, dass man da fast nix verkehrt machen kann. Durch die Folie und niedrige Temperatur macht es nix wenn sich die Gäste mal verspäten. Die Brust bleibt saftig.
Kleiner Tipp: Die Brust wird vor dem Anrichten auf den Teller in Scheiben geschnitten, der dabei verbleibende Saft einfach in die Orangensauce geben und unter kochen einrühren.
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