
Nicht ganz, doch Mario meinte „es war lecker“ und das will was heißen. Osso bucco heißt ja bekanntlich Kalbshaxe, doch wie kann es anders sein: ich mach es anders, nämlich mit einer Rinderbeinscheibe. Funktioniert auch und siehe Marios Kommentar... Für Ossu bucco gibt es ja die verschiedensten Macharten, je nach Region, nach Saison etc.
Mein lieber Metzger Osypka vom Lindener Markt hat zwei schöne Stücke für mich gehabt und die kommen heute in den Topf äh Ofen. Doch erstmal Mise en place. Ich hab jetzt genau noch 50 minuten und dann steht „Ali Öger“ da und murmelt was von Hunger und so wie ich den kenne, kommt der mal wieder pünktlich. Ist eigentlich gar nicht seine Art, es gab Zeiten da war ne halbe Stunde später ein fester Bestandteil meiner Kochplanung, weil el Grafiko eh einen anderen Begriff von 1 Stunde hat. Wen es mal am Rande interessiert,
der Verrückte hat auch ne Seite. Ne nis mit Kochen, mit Mucke. So nun aber zurück an den Herd.

Backofen einschalten volle pulle 250 Grad. Als erstes die Beinscheiben in einem großen Topf in Ölivenöl anbraten, die brauchen Zeit! 3 kleine Zwiebeln in Ringe schneiden, Fenchel klein schneiden, Rinderbrühe auftauen, Knoblauch in Stücke schneiden und 8 schöne Linda schrubben, in 4 mm Scheiben schneiden und in Öl sowie frischen Rosmarin wenden. So die Beinscheiben wenden, Zwiebeln dazu und Deckel auf den Topf 4 Minuten dürfen die schmoren. Derweil die Kartoffelscheiben auf einem Backblech verteilen und ab damit für knapp 15 Minuten in den heißen Ofen. Temperatur nun auf 200 Grad runterschalten und Finger weg, nicht wenden oder so ein Quatsch, einfach braun werden lassen.
Nun den Knoblauch und den Fenchel zu den Beinscheiben, abgeriebene Zitronenschale dazu und schwenken. Mit Weißwein und der Brühe ablöschen, kochen lassen. Ach ja, Pfeffern, Salzen sollte ich auch noch. Übrigens bei den meisten Sachen verwende ich nur Pfeffer und Salz, mal abgesehen von Kräutern. Der Geschmack steckt in der Ware. Die Kartoffeln sind nun richtig. Das Blech zum abkühlen rausstellen, dann lösen sich die Kartoffeln einfacher vom Blech. Nun Alufolie auf einem weiteren Blech ausrollen, darauf kommen die Kartoffeln, Zucchini-Scheiben (ungekocht) und Tomaten-Scheiben. Salzen, Pfeffern und auf dem Bett die Beinscheiben legen. Noch ein bisschen geriebene Zitronenschale, Petersilie und noch ein Zweig Rosmarin dazu. Es klingelt, ne ist nicht wahr: Mario zu früh, ich glaub ich mach einen roten Strich in den Kalender. Der Kerl muss ausgehungert sein, sonst gibt es dafür keine Erklärung. Nu muss er sich 20 Minuten gedulden. Die Beinscheiben mit dem Kartoffelgemüsebett werden nun in der Alufolie eingeschlagen zu einem geschlossenen Päckchen und ab in den Ofen. 20 Minuten später breitet sich ein Duft in der Wohnküche aus ....