Freitag, 17. November 2006
Ausnahmsweise mal ein Rezept zwischen der Reihe ohne Bilder. Da eine holde Maid bald Geburtstag hat und die Gäste mit etwas besonderem überraschen will, habe ich mich mit unzähligen Tränen und zur Vermeidung unnötigen Taschentuchverbrauchs (typisch Mädchen) überzeugen lassen, dass Rezept fürs Fest zu schreiben. Tja, was will mann machen wenn Frauenaugen klimpern: am Besten ganz schnell das was verlangt wird. Verlangt wird was mit Geflügel und da sag ich, da gibt es nur eines mit dem Girly auftrumpfen kann: Lecker gefüllte Hähnchenbrust. Nein, da gibt es keine Hintergedanken und wer nun anderes denkt tztztz So nun aber ran ans Kochen. Mit den Mengen hapuh, sollen um die 10 Portionen geben und Gerüchten zu folgen futtern die Jungs wie Scheunendrescher.
Los geht es, es braucht:
10 Hähnchen Brüste
6 Zucchini
8 Ei Gelb
Olivenöl
1 Chilischote
200g Bergkäse (würzig)
300g Kräutersaitlinge (Pilze)
frischen Salbei oder Estragon
Ein Bund Petersilie
4 Zehen Knoblauch
1 Zitrone (ungespritzt)
1 Pfund Butter
1 Zwiebel
1 Glas Hühnerfond (oder selbst gemachte Brühe)
1 Becher Sahne
1 Lorbeerblatt
An Gerätschaften: 1 Mixer, 1 Spritzbeutel, 1 dünnes scharfes Messer
Vorbereitungen: die Kunst des Kochens liegt in der Vorbereitung. Niemand soll ja merken, dass Frau gekocht hat, sondern im Gegenteil, es soll ja wirken als sei das Kochen nebenbei erfolgt.
Als erstes machen wir mal die Füllung mit der wir später die Brüstchen aufpumpen. Hierzu wird der Käse gewürfelt, die Pilze halbiert und das Ei getrennt. Das Eiweiß könnte die Basis für ein leckeres Dessert sein, also nicht wegkippen. Käse, Ei, 150g Pilze kommen zusammen mit 2 Zehen Knoblauch, 10 Blatt Salbei, eine Handvoll Petersilie, Pfeffer, die ausgelöste Chilischote (sonst brennt die Mannschaft), einen Spritzer Zitrone in den Mixer. Das Ganze wird nun gut zu einer Masse püriert. Die Konsistenz sollte so sein, dass es spritzfähig ist aber nicht fließt. Sollte es zu zäh sein, ein Ei mehr. Kleiner Tipp: nicht das ganze Eigelb auf einmal zu geben, sondern je nach Konsistenz nach und nach. So nun ist die Füllung fertig.
Während der Mixer jault kann Frau schon mal den restlichen Petersilie klein hacken, die Zucchinis in Scheiben schneiden, eine Zwiebel würfeln, den Backofen auf 180 grad Ober- Unterhitze schalten, den Knoblauch in Stücke schneiden und einen kleinen Topf (2 l) mit ca. 40g Butter aufsetzen.
In den Topf mit der heißen Butter kommen nun die Zwiebeln. Diese anschwitzen, so dass diese glasig sind, dann den Knoblauch beigeben und mit dem Fond ablöschen. Lorbeer und ein bisschen Salbei dazu und eine viertel Stunde köcheln so dass der Fond auf die Hälfte reduziert. Nebenher setzen wir noch einen Topf mit Butter auf. Darein kommen nun die restlichen Pilze und werden angebraten. Ein Tipp zu Pilzen, es gilt das gleiche wie bei Fleisch: nicht unnötig im Topf hin und her schieben! Wenn der Fond reduziert ist, werden die Pilze gepfeffert und gesalzen und mit dem Fond durch ein Sieb gegeben, abgelöscht. Das lassen wir nochmals vor sich hin kochen.
Die Zwischenzeit kann dazu genutzt werden, die Fülltaschen in die Brüste zu schneiden. Hierzu legt frau die Brust auf ein Brett (die Hähnchenbrust tztz) und legt die flache Hand darauf um dann mit der Messerspitze in diese einzustechen und flach ein V in Richtung Rand in der Hähnchenbrust zu schneiden. So entsteht eine Tasche mit einer Öffnung dort wo das Messer eingestochen wurde. Nicht verzagen, nach der 3. Brust ist das Routine. Jeder Schönheitschirurg hat auch mal mit üben angefangen. Jetzt geht es an die Körbchengröße: die Füllung kommt nun einen Spritzbeutel und die Tülle wird in das Loch in der Brust gesteckt. Dann langsam die Füllung in die Brust drücken. Je nach Größe der Tasche 0,05-0,1 l also gut gestopft. (Hier eine Anleitung)
Derweil ist unser Fond bestimmt gut durchgekocht, nicht aus den Augen lassen nicht das davon nix mehr über bleibt. Die Platte einfach nach 10 Minuten ausschalten dann kann nix passieren.
Nun kommt Olivenöl in eine große Pfanne. Die Brüste jeweils 2 Minuten auf jeder Seite anbraten und nach und nach auf ein Backblech oder besser noch einer Kasserolle nebeneinander legen. Die Pfanne nicht auswaschen, die wird danach so noch gebraucht.
Jetzt wird sich erstmal um die Sauce gekümmert. Der Fond ist fertig, dann geht es nun ans montieren. Warum die in der Profiküche montieren sagen, weiß ich auch nicht, ich hab mal vergeblich nach einem Schraubenschlüssel in der Küche gesucht. Also den Fond nochmals aufkochen, und Würfelweise Butter zugeben, dabei mit schön gleichmäßig rühren. Wenn alle Butter (ca. 200 g) eingerührt sind, köcheln lassen.
Die Schale der Zitrone wird nun abgerieben. Hierzu geht, wenn kein Zestenschneider zur Hand auch eine Reibe. Nun kommen die Brüste, nach dem über jede Brust ein bisschen von dem Fond gelöffelt wurde und die gerieben Zitronenschale darüber verteilt ist, in den Ofen. Der Ofen wird nun auf 140 Grad runtergeschaltet. Die niedrige Temperatur deswegen, damit keine Hektik entsteht nur weil die Hähnchen gar sind. Bei der Temperatur brauchen die etwa 12-18 Minuten.
Nun noch die Zucchini: Hierzu geben wir nochmals Öl in die Pfanne, da rein kommen nun die Zucchini-Scheiben und werden von beiden Seiten angebraten. Pfeffer, Salz darüber und mit dem Saft der Zitrone ablöschen, kurz aufköcheln und warm stellen. Die sind fertig.
Zurück zur Soße, die dürfte nun etwas dicker sein durch das aufkochen und die Butter, dazu wird nun der Becher Sahne gegeben. Umrühren, köcheln lassen nicht kochen.
Jetzt noch eben ins Bad, die Fassade renovieren und sich schick machen: es kann angerichtet werden. Passend zu den Brüsten, den Zucchini und der Sauce sind die Kartoffeln wie in meinem Blog von gestern zu lesen. Die können übrigens vorweg gemacht werden, auf Küchenkrepp ausgelegt und wenn es soweit ist noch mal in einer ofenfesten Schüssel für 5 Minuten in den Ofen. Alles klar? Na dann, viel Spaß beim Feiern.
Donnerstag, 16. November 2006

Grafiker sind ja schon sehr einfache Menschen zumindest wenn es was zu Essen gibt. Lecker und davon reichlich: so werden Grafiker zufrieden gestellt. Da aus Marios Kühlschrank mal wieder weinende Mäuse rauskommen, hab ich mich seiner erbarmt und Hähnchenfüße mit knusprigen Kartoffeln und selbst gerührter Mayo-Special angerichtet. Dazu gab es Künstlerwasser Rot Albali gran riserva Valdepenas 1998. Komisch, dass er trotzdem heute Morgen den Weg ins Büro gefunden hat.
 Die Kartoffeln hab ich nach bereits beschriebener Manier gemacht: in Olivenöl wenden, mit einer Spur Paprika und einen Spritzer Zitrone auf dem Backblech. Auch mit den Schlegel machte ich nicht alzu viel Federlesens: Pfeffer, Salz, Paprika und Olivenöl gut eingeschmiert und auf einem Tomatenbett in den Ofen. Übrigens die Schlegel kamen als erstes in den Backofen (die nächste Küche hat 3 Backöfen!), dann die Kartoffeln und zum Schluss alles zusammen. Aufwändiger war da schon die Mayo: 3 Eigelb, Pfeffer, Salz und Petersilie erst gut aufrühren (so 5 Minuten), dann langsam Öl zugießen und bitte kein Irgend-ein-Öl der Geschmack kommt auch mit dem Öl. Nun meine Zauberpaste „Cafe de Paris“ dazu, weiter aufrühren und einen kl. Löffel Essig daran geben, noch mal Öl zugießen und schön weiter schlagen bis die Konsistenz passt. Ab damit in den Kühlschrank.
Jetzt noch den Teller anrichten, Mario mault schon wo das Essen bleibt.
Mittwoch, 15. November 2006
oder Cous Cous: Tavola rasa mit Taboulé. Heute habe ich nicht wirklich Lust groß zu kochen, eher Lust auf einen etwas anderen Salat. Mit Cous Cous (Hartweizengrieß) lässt sich vieles verarbeiten und satt macht es auch. Cous Cous als Salat habe ich in Frankreich kennen gelernt, dort heißt es Taboulé und findet sich in unzähligen Variationen. Was daran Salat sein soll, weiß ich zwar nicht, aber as schöne an Taboulé ist, es gibt keine Regeln, gut ist was schmeckt.
 Ich variiere heute mit: Oliven, Zitrone, Tomate, Thunfisch, Kapern, Gurken und Brühe. Etwa 0,2 Liter Brühe taue ich kurz in der Mikrowelle auf, parallel schwenke ich klein geschnittene Kapern in Butter. Nun gebe ich etwa 30g Cous Cous zu der Butter und lösche das Ganze nach dem umrühren mit der Brühe ab. Kurz unter Rühren aufkochen, ein bisschen Zitronensaft angeben, Salzen, Pfeffern und zum Quellen zur Seite stellen. Derweil schneide ich die Tomate, Gurke und Oliven in kleine Stücke. Den Thunfisch (aus der Dose) krümele ich klein. Nun kommt alles in den Topf und wird auf warmer Platte vermengt. Noch ein bisschen Zitrone und Tabasco. Deckel drauf und etwas ziehen lassen. Fertig ist der etwas andere Salat.
Dienstag, 14. November 2006
oder wie es heißt ... Auf jeden Fall bin ich nun Dank eBay bald im Besitz von Schokoladenformen und dies bedeutet, dass es bald hier Schokoladenfiguren-Versuche zu lesen geben wird. Das heißt aber auch das es mit dem Essen ein bisschen später wurde.
 Vom Vortag war noch ein bisschen Fond übrig, also Kochen ohne Aufwand. Chicoree, Fenchel, ein Stück Oberschale (ich weiss gab es in einer anderen Variante vor Kurzem) und den Restfond, das sind die Zutaten. Das Fleisch von beiden Seiten anbraten und den Fond im Topf aufkochen. Fenchel in den Fond und nachdem das Fleisch schön Farbe genommen hat mit Wasser ablöschen. Den Sud zu dem Fond, gut aufkochen und das Fleisch dazugeben. Während nun alles im Topf schön schmort, schneide ich den Chicoree. Der Chicoree wird nur kurz in Olivenöl, ein bisschen Essig, Pfeffer und Salz gewendet und schon mal auf dem Teller angerichtet. Das Fleisch lasse ich ca. 15 Minuten in dem Fond kochen. Ab und an ein bisschen Wasser angießen damit der Fond nicht verschwindet.
Dienstag, 14. November 2006
Tipp an alle Küchenjungen, ladet nie Grafiker zum Essen ein oder versteckt alle Stifte!
1. meistens kommen Sie zu spät
2. sie trinken zuviel
3. irgendwann fangen die an Blödsinn zu malen ...
zum Beispiel sowas:
Montag, 13. November 2006
 Nicht ganz, doch Mario meinte „es war lecker“ und das will was heißen. Osso bucco heißt ja bekanntlich Kalbshaxe, doch wie kann es anders sein: ich mach es anders, nämlich mit einer Rinderbeinscheibe. Funktioniert auch und siehe Marios Kommentar... Für Ossu bucco gibt es ja die verschiedensten Macharten, je nach Region, nach Saison etc.
Mein lieber Metzger Osypka vom Lindener Markt hat zwei schöne Stücke für mich gehabt und die kommen heute in den Topf äh Ofen. Doch erstmal Mise en place. Ich hab jetzt genau noch 50 minuten und dann steht „Ali Öger“ da und murmelt was von Hunger und so wie ich den kenne, kommt der mal wieder pünktlich. Ist eigentlich gar nicht seine Art, es gab Zeiten da war ne halbe Stunde später ein fester Bestandteil meiner Kochplanung, weil el Grafiko eh einen anderen Begriff von 1 Stunde hat. Wen es mal am Rande interessiert, der Verrückte hat auch ne Seite. Ne nis mit Kochen, mit Mucke. So nun aber zurück an den Herd.
 Backofen einschalten volle pulle 250 Grad. Als erstes die Beinscheiben in einem großen Topf in Ölivenöl anbraten, die brauchen Zeit! 3 kleine Zwiebeln in Ringe schneiden, Fenchel klein schneiden, Rinderbrühe auftauen, Knoblauch in Stücke schneiden und 8 schöne Linda schrubben, in 4 mm Scheiben schneiden und in Öl sowie frischen Rosmarin wenden. So die Beinscheiben wenden, Zwiebeln dazu und Deckel auf den Topf 4 Minuten dürfen die schmoren. Derweil die Kartoffelscheiben auf einem Backblech verteilen und ab damit für knapp 15 Minuten in den heißen Ofen. Temperatur nun auf 200 Grad runterschalten und Finger weg, nicht wenden oder so ein Quatsch, einfach braun werden lassen.
Nun den Knoblauch und den Fenchel zu den Beinscheiben, abgeriebene Zitronenschale dazu und schwenken. Mit Weißwein und der Brühe ablöschen, kochen lassen. Ach ja, Pfeffern, Salzen sollte ich auch noch. Übrigens bei den meisten Sachen verwende ich nur Pfeffer und Salz, mal abgesehen von Kräutern. Der Geschmack steckt in der Ware. Die Kartoffeln sind nun richtig. Das Blech zum abkühlen rausstellen, dann lösen sich die Kartoffeln einfacher vom Blech. Nun Alufolie auf einem weiteren Blech ausrollen, darauf kommen die Kartoffeln, Zucchini-Scheiben (ungekocht) und Tomaten-Scheiben. Salzen, Pfeffern und auf dem Bett die Beinscheiben legen. Noch ein bisschen geriebene Zitronenschale, Petersilie und noch ein Zweig Rosmarin dazu. Es klingelt, ne ist nicht wahr: Mario zu früh, ich glaub ich mach einen roten Strich in den Kalender. Der Kerl muss ausgehungert sein, sonst gibt es dafür keine Erklärung. Nu muss er sich 20 Minuten gedulden. Die Beinscheiben mit dem Kartoffelgemüsebett werden nun in der Alufolie eingeschlagen zu einem geschlossenen Päckchen und ab in den Ofen. 20 Minuten später breitet sich ein Duft in der Wohnküche aus ....
Sonntag, 12. November 2006
 Wenn ich meinen Rinderbrühe-Vorrat wieder auffülle, gibt es meist am nächsten Tag Tafelspitz. Dieses Mal habe ich mir was anderes überlegt, auf dem Markt habe ich bei meinem Lieblings-Metzger 2 dünne Scheiben aus der Rinderoberschale schneiden lassen. Daraus mach ich einen „Lappen“. Ich koche etwa einen halben Liter der Brühe auf. In die Brühe kommt Rosenkohl. Den „Lappen“ kloppe ich noch ein bisschen dünner, schneide Fettschicht ab. Die Fettstücke kommen in die Pfanne zum auslassen. Nun kommt die Rindscheibe in die Pfanne, von beiden Seiten kurz (2min) anbraten. Im Kühlschrank hatte ich noch ein paar Champignons, die müssen weg also rein in die Pfanne. Wenn die Pilze angebraten sind, wird mit zwei Kellen Brühe abgelöscht. Deckel auf die Pfanne und 15 Minuten kochen lassen. Derweil schöpfe ich den Rosenkohl raus, reduziere den Rest Kochbrühe auf die Hälfte und gieße diese mit in die Pfanne.
Kleiner Tipp um die Nachhitze des Ceranfeld zu reduzieren und damit ich mit der Temperatur koche die ich wirklich haben will, stelle ich immer ein kleinen Topf mit kaltem Wasser auf die Platte. Brauch ich die Platte wieder, ist diese richtig temperiert.
Nun kommt Butter in den Topf (vorher die Platte auf 1 gestellt). 3 Esslöffeln Meerrettich dazu, mit der Butter verrühren und aufwärmen. Nun kommt eine Kelle Brühe aus der Pfanne dazu, aufrühren und 0,1 l Sahne dazu. Die Meerrettich-Sauce nicht kochen lassen!
So nun heize ich der Pfanne noch mal ein. Zuvor nehme ich das Fleischstück raus und lege es zum ruhen zur Seite. Die Brühe wird nun auf 1/3 reduziert. Fleisch wieder rein, Rosenkohl dazu und alles kurz aufkochen. Nun gieße ich den Rest des Sud zu der Meerrettich-Sauce, aufrühren und alles auf dem Teller anrichten.
Samstag, 11. November 2006
 So ein- bis zweimal Monat, meistens Samstags, wird der Brühenvorrat in der Kühltruhe aufgefüllt. Diesmal geht die Rinderbrühe zur Neige. Ich mache diese relativ einfach. Suppenfleisch, Zwiebeln, Porree, Knoblauch, Sellerie, Chillischote, Lorbeer und Thymian aus dem Garten, rote Beeren und Salz kommen in kaltes Wasser. Das Ganze darf dann 3 Stunden vor sich hin köcheln.
 Und dann wird es nach dem Erkalten entfettet und abgesiebt. Die Brühe fülle ich in 0,25 Vorratsbecher werden mit R beschriftet und ab in die Tiefkühltruhe. Vorrat für Suppen, Saucen usw.
Samstag, 11. November 2006
 Der Auflauf ist in den Hochburgen des Faschings sicher groß. Bei mir ist eher ein kleiner Auflauf angesagt: Markttag und heute ist Brühetag also mach ich etwas was nebenher geht: ein Auflauf. In die bereits aufgesetzte Brühe gebe ich Rosenkohl. Während dieser in dem großen Topf baden geht, schneide ich Champignons und Tomaten, gebe die in Öl gemischt in eine ofenfeste Form und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze in den Backofen. Dann kommt ein Schweinefiletspitze in die Brühe. Nach 10 Minuten hole ich die Form aus dem Backofen und stelle diese beiseite. Nun fische ich den Rosenkohl und die Filetspitze aus der Brühe. Der Rosenkohl wird halbiert den Pilzen und Tomaten untergemischt. Dann schneide ich das Filet in dünne Scheiben und verteile diese ebenso in der Form. Für 3 Minuten schiebe ich das Ganze nochmals in den Ofen. In der Zeit schneide ich ein paar Scheiben vom Bergkäse. Den Ofen stelle ich nun auf Grill um. Den Käse verteile ich nun auf der Form so das alles bedeckt ist. Nun solange in den Ofen bis der Käse schön verlaufen ist.
Freitag, 10. November 2006
 Sauer macht angeblich lustig, also heute eine zitronige Sauce. Hierzu hole ich aus dem Garten Zitronengras, reibe die Schale einer ungespritzten Zitrone ab und hacke 2 Knoblauchzehen klein. Zunächst lasse ich das Zitronengras in etwa einem viertel Weißwein 10 min. aufkochen. Danach schütte ich den Sud in eine Schüssel und schmelze im Topf 30g Butter, in der schwenke ich den Knoblauch, geb die Zesten dazu und lösche mit dem Zitronengras-Sud ab. Das Ganze lasse ich nun noch mal kochen. In der Zeit brate ich die Schweinemedaillons von beiden Seiten an. Pfeffer, Salz darüber und mit dem aufgekochten abgesiebten Zitronensud lösche ich nun die Medaillons ab und lasse die Sauce einkochen. Als Beilage gibt es Reis und Erbsen.
Freitag, 10. November 2006
Auf speziellen Wunsch und weil ich das sowieso mal wieder machen werde, hier zwei Schokoladen-Truffel:
Für Truffels gibt es viele Variationen, ich mag die wie die Oma meiner Ex die in Bordeaux macht:
1:1 Schokolade (ich bevorzuge Valrhona 70%) und Butter
Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, und am einfachsten in der Maschine schaumig rühren.
Die Schokolade verflüssigen (38 Grad) 2/3 und auf einer Marmorplatte mit einem Spachtel auseinander streichen und wieder
zusammenziehen, so das die Temperatur auf etwa 28 sinkt. Das merkt man daran, dass die Schokolade a) glänzender b) zäher wird.
Dann kommt die Schokolade zu dem im Topf verbliebenen Rest und wird untergerührt. Wichtig ist dass der Topf nicht mehr auf der Platte steht (ich mache alles im Wasserbad, wie das mit dem Thermomix aussieht hab ich noch nicht getestet). Nun kommt die Butter unter schlagen dazu und etwas Kakao (10% der Gesamtmenge) sowie einen kleinen Schuss warme Sahne. Achtung die Sahne sollte nicht kälter sein als die Schokolade!! Nun auf einem Backpapier Kakao verteilen. Die Schoko-Masse so lange rühren bis diese zäh wird. Jetzt werden mit einem Esslöffel (halbvoll) Portionen entnommen, über die Hand zur Kugel gerollt und dann im Kakao hin und her gerollt so dass die Trüffel einen Mantel haben, geht auch mit Puderzucker oder Mandeln etc.
Oma machte immer noch einen Schuss warmen Armagnac in die Schoko-Masse. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Truffelmasse als Füllung
3:2:1 Schokolade, Butter, Sahne
In der Bearbeitung eigentlich wie oben nur das ich die warme Sahne etwas aufschlage vor dem Schmelzen der Schokolade beigebe und die Butter länger schlage. Manche Rezepte verwenden auch Eiweiss, doch dann leidet die Haltbarkeit.
Wichtig ist das die Masse spritzfähig bleibt und das kann mit der Sahne oder Buttermenge gesteuert werden.
Donnerstag, 9. November 2006
 Mit Hackfleisch, wobei ich lieber Rinderhack mag, kann mann so einiges machen außer Burger Burger. Heute hab ich Lust auf Tomatikes mit Hack. Dazu nehme ich Rinderhack, Porree, Steinchampignons, Basilikum, Knoblauch, Pfeffer, Salz und ein bisschen geriebenen Bergkäse und ein Ei. Alle Zutaten außer dem Hack werden erstmal im Thermomix klein gehackt, dann kommt das Ei dazu und das Ganze wird nochmal vermischt. Zum Schluss kommt das Hack dazu und wird mit der kleinsten Stufe untergehoben. Achtung, wenn die Stufe zu hoch ist, geht es zwar schneller aber das Fett im Hack scheidet sich ab und das sieht nicht lecker aus. Während die Maschine vor sich hinarbeitet, habe ich die Nudeln aufgesetzt und schon mal in einem Topf das Öl erhitzt. So nun werden aus der Hackmasse etwa 3 cm dicke Kugeln geformt und im Öl von allen Seiten angebraten. Derweil gebe ich 5 geviertelte Tomaten in den Thermomix, die werden bei hoher Stufe püriert und dann kommt noch ein Knoblauchzehe und Basilikum hinzu. Wenn die Tomaten püriert sind, wird ein Viertel Weißwein dazu gegossen und der Thermomix mit 80 Grad für 5 Minuten laufen gelassen. Es entsteht nun ein Tomatensaft. Nicht erschrecken, dass dieser etwas dünn daherkommt.
Inzwischen sind die Hackbällchen braun und lecker angebraten jedoch noch nicht durch. Die werden nun bei hoher Hitze mit dem Tomatensaft, durch ein Sieb gegeben, übergossen. Kochen lassen. Insgesamt habe ich jetzt natürlich viel zuviel Tomatenbrühe. Das macht aber nix, dass spart mir ein andermal einfach Arbeit. Die Hälfte (etwa 0,4 l) gieße ich in kleine Becher und wenn die Brühe ausgekühlt ist ab in die Tiefkühltruhe damit. Nächstes Mal hab ich Tomatenfond schon fertig. Gerade im kleinen Haushalt kocht mann ab und an mehr oder muss mehr kochen damit was leckeres rauskommt. Wegwerfen ist ärgerlich und muss nicht sein, Soßengrundfonds, Füllungen etc. lassen sich prima einfrieren und helfen beim nächsten Ma(h)l noch schneller zu sein.
So die Tomatenbrühe mit den Hackbällchen ist nun schön eingedickt, etwas nachwürzen und die fertig gekochten Fussili drunterheben.
Wer es lieber schon angerichtet mag, schwenkt die Nudeln nochmal mit dem Öl im Topf und richtet dann auf dem Teller an. Ich mich es lieber gleich unter...
Ach ja, hatte ich vergessen zu erwähnen: Nudeln koche ich meist nebenher vor. Wenn die fertig sind stelle ich diese entweder abgesiebt und mit ein bisschen Öl übergossen zur Seite oder lasse sie im warmen Wasser ziehen. Al dente bleiben die trotzdem, ist ja nur eine Frage wann mann die Platte runterschaltet. Ausgenommen selber gemachte Nudel, die sollten auf den Punkt fertig sein sonst gibt es Pampe. Apropo selbergemachte Nudeln auch mal wieder eine Idee.
Mittwoch, 8. November 2006
 Es ist kalt und da hilft eine Suppe: heiss und lecker! Und bitte schnell. Jetzt ist es wieder praktisch vorgekochte Brühe in der Kühltruhe zu haben. Ein Rest Wirsing ist noch da, Tomate und Pilze. Das kann was werden. Die Pilze in Butter anbraten, Tomatenwürfel und Knoblauch zugeben, kurz einkochen und mit 0,25 l Brühe ablöschen. 10 min. kochen lassen, so dass die Brühe leicht reduziert wird und nun den vorgekochten Wirsing beigeben. Nachwürzen mit Pfeffer und Salz (die Brühe hat ja bereits Würze). Nun kommt der "Thermomix" zum Einsatz. Etwa 2/3 püriere ich bei 80 Grad im Thermomix (ca. 5 min) und geben es dann zurück in den Topf. Umrühren und im Teller anrichten, ein bisschen Joghurt in die Suppe gezogen rundet das Ganze ab.
Dienstag, 7. November 2006
Es ist grau draußen, hell war es den ganzen Tag nicht und ich habe Lust auf etwas Deftiges in Kombination mit etwas Frischen. Beim Metzger liegt eine verlockende Scheibe Lamm, auja dazu Zucchini mit einem schönen Lamm-jus. In der Tiefkühltruhe habe ich noch Lammfond, dass trifft sich bestens. Ich habe mir angewöhnt einmal im Monat Grundbrühen zu kochen, mal Geflügel, mal Rind, mal Gemüse und wenn ich Lammrücken mache, dann koche ich nebenher mit den ausgelösten Knochen einen Lammfond. Die Brühe wird in kleinen Plastiktöpfe (0,25 l) eingefroren und so habe ich egal wann immer die Grundlage für eine Soße oder eine Suppe. Und die Brühe ist viel besser als aus dem Päckchen.
So nu los, ich habe Hunger und will mir einen gemütlichen Abend machen.
 Die Zucchini in Scheiben schneiden, eine Knoblauchzehe klein hacken, Ein Stück Porree in kleine Stücke schneiden. Die Pfanne mit Olivenöl und einen Topf mit Butter aufsetzen. Zuerst den Porree in die Butter geben und anschmoren. Sobald das Öl heiß ist, die Lammscheibe in die Pfanne, jeweils 3 Minuten von jeder Seite anbraten. Die Brühe taue ich kurz in der Mikrowelle auf. Nun werden die Zucchini-Scheiben in der heißen Butter ausgelegt, einzeln nebeneinander so dass diese auf einer Seite braun braten. Nun wird die Lammscheibe mit der Brühe abgelöscht, Deckel auf die Pfanne und kochen lassen. Einstweilen kommen die Knoblauch stücke zu den Zucchini und diese werden nun gewendet. Wichtig ist die Platte nicht zu heiß zu stellen, die Zucchini sollen nur anschmoren nicht anbrennen. Die Beinscheibe nehme ich nach 5-8 Minuten aus dem Fond und stelle diese zur Seite. Den Fond reduziere ich nun um die Hälfte, dann kommt ca. 30g Butter dazu. Über die Zucchini reibe ich nun die Schale einer ungespritzten Zitrone, Pfeffer und Salz und noch mal alles im Topf schwenken. Der Fond ist inzwischen sämig geworden, nun wieder die Lammscheibe dazu, würzen mit Pfeffer und Salz und noch mal mit einem Schuss Sahne 5 min. ziehen lassen.
Fertig ist alles fürs anrichten.
Montag, 6. November 2006
 Rouladen brauchen Zeit, müssen kochen: meine nicht. Wie? Ganz einfach, ich vergewaltige schönes Huftsteak zur Roulade. 1cm dicke Scheiben nochmal im Schmetterlingsschnitt geteilt und platt gehauen ergeben leckere Rouladen für die schnelle Küche.
Gefüllt werden meine Rouladen mit Schinkenspeck, Gouda (mittelalt) und Gurke - also eher klassisch. Die Rouladen werden auf allen Seiten kurz angebraten, dann kommen Champignons, Austernpilze mit in die Pfanne. Wenn die Pilze Farbe genommen haben, kommt Knoblauch dazu und kurz darauf lösche ich kurz mit eine bisschen Wasser ab. Deckel auf die Pfanne und 5 min. im Sud ziehen lassen. Derweil sind die Wirsing-Streifen bissfest gegart, damit diese nicht nachziehen gieße ich den Wirsing ab und schwenke ihn kurz in kaltem Wasser. Die Rouladen nehme ich nun aus der Pfanne und stelle sie zum ruhen zur Seite. Die Saucenbasis lasse ich nun langsam reduzieren, während in einem mittleren Topf die Butter schmilzt. Ist die Butter fast heiß kommen Safranfäden, Pfeffer und Salz dazu, kurz schwenken und eine gewürfelte Tomate beigeben. Nach kurzen anschwitzen, den Wirsing mit in den Topf und umrühren. Ein Schwupp Sahne darauf, nochmal wenden und bei mittlerer Hitze ziehen lassen. Nun zurück zur Sauce, 20g Butter in die reduzierte Basis ein bisschen Wasser beigeben und aufkochen bis die Butter geschmolzen ist. Nun kommen nochmal nach dem Umrühren die Rouladen hinzu, Deckel drauf und 3 min. köcheln lassen. Fertig sind die fixen Rouladen mit Safran Wirsing. Mit Vorbereitung brauchen meine Rouladen etwa 20 min.
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