Samstag Einkaufstag und es wurde auch Zeit. Im Kühlschrank wären demnächst Mäuse verhungert und außerdem hat sich Besuch angesagt. Das frisch vermählte Paar aus Köln war auf Tour de Verwandtschaft und kam auf dem Rückweg vorbei. Und hatte Hunger mitgebracht. Der Kurze meinte zwar, dass es unverschämt sei zu schlafen, wenn es soviel zum Gucken gibt, aber das hat uns nicht davon abgehalten üppig zu essen. Der Kleine wurde einfach in seinem Cosi auf dem Tisch geparkt, nur die Studioleuchten irritierten in ab und an.
Als Starter gab es eine bunte Mischung aus Römersalat, Rote Beete und Scholle.

Die Rote Beete habe ich in mittlere Stücke geschnitten und zusammen mit Tomatenscheiben, Rosmarin, Balsamico, Pfeffer und Salz in eine Alufolien-Paket verpackt. Die Schollenfilets wurden gepfeffert, gesalzen und in Salbei und Dill gerollt. Den Salat ganz klassisch mit einer einfachen Vinaigrette angesetzt. Die Schollen Filets kaman für 12 Minuten in den Dampfgarer und das Rote Beete Paket für 40 Minuten in den Backofen. Heraus kam ein bunter Teller und eine ah und oh's ...
Ein gutes Stück Fleisch gibt immer einen guten Braten. Vorausgesetzt er wird nicht totgekocht. Gemüse gab es schon reichlich also habe ich mich für ein üppiges Saucenmeer mit Kartoffeln entschieden.

Doch erst mal zum Braten, auf die Platte kam ein Rumsteak am Stück mit guten 800 gramm, dieses in Sel "fleur de mer", Peffer und Rosmarin gerollt und scharf angebraten. Abschliessend mit Sherry medium abgelöscht, kam es mit kleinen roten Zwiebel als Begleitung und dem Sud in den 220 Grad heissen Ofen. Den Ofen natürlich dann runetr auf 160 Grad gestellt. Und da, wie manch Leser schon mitbekommen hat, ich faul bin, selbstverständlich mit Fleischthermometer. Die Sauce hatte ich bereits zu Anfang angesetzt. In Butter glasierte Zwiebeln, Chilli, Petersilienwurzelstücke, Lorbeer, Rinderfond und Sherry durften vor sich hinkochen. Nachdem das Fleisch eine Innentemperatur von knapp 70 Grad hatte, kam es zum ruhen aus dem Ofen. In der Zeit wurde die Sauce um den Bratenfond erweitert und mit Butter aufgeschlagen. Fertig war Gang zwei.
Nach einem ordentlichen Stück Fleisch ist trotzdem noch Platz für einen süßen Abschluss. Doch hier gilt weniger ist mehr, denn nach zwei solchen Gängen ist die Aufnahmefähigkeit für "schwere" Desserts etwas schwierig. Wenig heisst ja nicht, dass es nicht raffiniert sein muss. Ich habe aus einer Birne, Assam-Tee, Minze, Lemonen und Zucker den Dessert bereitet. Hierzu wurde der Zucker (viel Zucker) mit dem Tee, den Zesten der Linomen und der Minze verkocht, dann wurde das Ganze mit dem Saft der Limonen und von 2 Zitronen aufgeschlagen und kam in die Tiefkühltruhe. Wichtig: die Masse unbedingt alle 40 Minuten aufschlagen. Zum Servieren sollte es nicht ganz gefroren sein, sondern kalt zähfliessend wie Honig kommt diese über die Birnenstücke.